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Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek verfügt über einen Bestand von ca. 220.000 Bänden, ca. 100.000 Titel gehören zum historischen Buchbestand, sind also vor 1850 entstanden.

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Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek ist Teil der internationalen Wissenschafts- und Bibliothekslandschaft. Sie pflegt auf unterschiedlichen Ebenen Kontakte und kooperiert mit einer Reihe von Institutionen.

Auf dieser Seite finden Sie Links zu Websites wichtiger Einrichtungen der Reformations- und Kirchengeschichtsforschung sowie zu Bibliotheken mit umfangreichen reformationshistorischen Beständen. Eine solche Liste kann weder vollständig noch abgeschlossen sein. Die Auswahl möchte lediglich Ansatzpunkte für weitere Recherchen anbieten.

Über die Bestände

Über die Bestände


Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek wurde im Frühjahr 2018 durch die Zusammenführung der Bibliotheken des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg und des Lutherhauses der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt gebildet. Heimstatt der neuen Bibliothek sind die zweite und dritte Etage des von Grund auf sanierten und für die neuen Nutzungszwecke umgebauten Schlosses Wittenberg.

Blick in das Magazin

Der Gesamtbestand umfasst gegenwärtig rund 220.000 Bücher. Besonderen Wert erhält die Sammlung durch einen Bestand von ca. 100.000 alten Drucken, also Titeln, die vor 1850 erschienen sind, zudem durch rund 550 Inkunabeln sowie eine Reihe wertvoller mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf Drucken der Reformationszeit sowie theologischer, kirchengeschichtlicher und philologischer Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Schriften Martin Luthers sind fast vollständig als Erstausgaben vorhanden, darunter die reformatorischen Hauptschriften des Jahres 1520: „An den christlichen Adel deutscher Nation“, „Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche“ und „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Auch Erstausgaben von Luthers September- und des Dezembertestamentes von 1522 liegen als herausragende reformationsgeschichtliche Zeugnisse im Original vor.

Zum Bestand der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek gehören auch das Archiv und die Gemäldesammlung des 1816/17 im Augusteum eingerichteten Evangelischen Predigerseminars Wittenberg. Bei den rund 70 Gemälden handelt es sich zumeist um Darstellungen von Reformatoren, Landesfürsten, Professoren der Leucorea und Direktoren des Predigerseminars. In vielen Fällen sind die Gelehrtenportraits dieser Sammlung die einzigen erhaltenen Farbdarstellungen.

Neben den historischen Beständen bietet die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek rund 120.000 Titel moderner Literatur. Anschaffungsschwerpunkte liegen auf der Reformations- und Kirchengeschichte, der Universitäts- und Bildungsgeschichte, der älteren Wittenberger Regionalgeschichte sowie der Theologie und Religionspädagogik. Wichtige Nachschlagewerke und Handbücher sowie die Werkausgaben der Reformatoren und anderer führender Theologen stehen den Nutzern in einem frei zugänglichen Handapparat zur Verfügung. Im Freihandbereich finden sich außerdem mehr als 700 Fachzeitschriften, Jahrbücher sowie religionskundliche und gesellschaftspolitische Journale.

Blick in den Freihandbereich

Weiterführende Literatur: Meinhardt, Matthias (Hrsg.): Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek Wittenberg. Eine Einladung, Halle (Saale) 2017.