Publikationen

Luthertum zwischen Tradition und Aufbruch

Matthias Meinhardt/Stefan Michel (Hg.): Lutherthum zwischen Tradition und Aufbruch Leucorea-Studien zur Geschichte der Reformation und der Lutherischen Orthodoxie (LStRLO) Bd. 44): Abraham Calov (1612–1686) wurde aufgrund seiner scharfen theologischen Positionierung bei seinem Tod als »zweiter Athanasius« bezeichnet. Er trug zur lutherischen Traditionsbildung im 17. Jahrhundert durch seine breit rezipierten und umfangreichen Bibelwerke sowie eine Vielzahl kontroverstheologischer Schriften in hohem Maße bei. Eingebunden in weiträumige Netzwerke eignet er sich in besonderer Weise für Analysen akademischer und kirchenpolitischer Kommunikations- und Sozialräume. Weitere Informationen finden Sie hier (inkl. Link: https://www.eva-leipzig.de/de/luthertum-zwischen-tradition-und-aufbruch-2).

Im Ende war das Wort. Schriftzeugnisse des vormodernen Totengedenkens.

Nach dem Tod des damaligen Kurfürsten von Sachsen Friedrichs des Weisen vor 500 Jahren hielt Martin Luther persönlich an dessen Grab eine Predigt, in der er nicht nur Trost und Erbauung vermitteln, sondern zugleich dem Tod  einen Sinn beimessen und das Lob Gottes verkünden wollte. Zum ersten Mal wurde der Text der Predigt gedruckt und dauerhaft überliefert. Damit schuf der Reformator eine vollkommen neue Tradition von Schriftlichkeit, die sich bis weit ins 18. Jahrhundert hinein weiterentwickeln sollte. Diese Entwicklung wird die Ausstellung unter dem Titel "Im Ende war das Wort. Schriftzeugnisse des vormodernen Totengedenkens" in den Blick nehmen. 

Wilhelm Traugott Krug Meine Lebensreise. Sechs Stationen, sechs Positionen.

Der Philosoph Wilhelm Traugott Krug (1770-1842) zählt zu den heute fast unbekannten Geistesgrößen, der als Nachfolger Kants zunächst in Königsberg und später in Leipzig Karriere machte. Viele seiner Überzeugungen sind bis heute aktuell, u.a. Fragen zur Religion oder zur Pressefreiheit. Zusammen mit dem Heimatverein Radis e.V. stellt die RFB Wittenberg den Denker seiner Zeit vor.

WeltWissen Wittenberg - Wittenberger WissensWelten. Georg Joachim Rheticus und die astronomische Forschung in Wittenberg

Anlässlich des 450. Todestages von Georg Joachim Rheticus am 4. Dezember 1574 hat die RFB eine Kabinettausstellung mit dem Titel WeltWissen Wittenberg – Wittenberger Wissenswelten entwickelt. Die Ausstellung wird vom 7. Januar bis 25. März 2025 in der Forschungsbibliothek zu sehen sein. 
Begleitend dazu ist ein Ausstellungsheft erschienen. 

Das Begleitheft ist für eine Schutzgebühr von € 4,99 in der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek erhältlich. 

Personen, Wissen, Karrieren. Bildung und Professionalisierung zwischen Stadt und Hof (1470–1540/50)

Den Jahrzehnten um 1500, die geprägt waren von politischer Verdichtung und veränderten Herrschaftskonzepten, von wirtschaftlicher Hochkonjunktur, neuen Technologien und kulturellen Wandlungen, nähert sich der Sammelband aus einer spezifischen wissensgeschichtlichen Perspektive. Die Beiträge thematisieren die Rolle von Stadt und Hof für Produktion und Organisation, Vermittlung und Transfer von Wissen sowie für die Karrieren von Wissensträgern.

Der personengeschichtlich akzentuierte Blick trifft dabei auf unterschiedliche Wissensbereiche: Neben Universitätsgelehrten geht es ebenso um Spezialisten und Praktiker, deren Profession nur in Teilen oder auch gar nicht von akademischer Bildung bestimmt wurde. Behandelt werden gelehrte Räte und Amtsträger in fürstlichen wie gräflichen Diensten, Ärzte, Astrologen und Kartographen, Herolde und Handwerker, Bergmeister und Kaufleute.

Hervorgegangen ist der Sammelband aus einem Tagungskonzept, das 2020 als Kooperation der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek mit dem Forschungsprojekt Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800) der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und dem Projekt Repertorium Academicum Germanicum (RAG) der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Lutherstadt Wittenberg realisiert werden sollte. Die COVID-19-Pandemie hat dieses Vorhaben leider vereitelt. Das große Engagement der Mitwirkenden hat dann jedoch die Publikation der vorgesehenen Beiträge in einen Themenband ermöglich, der nun im Jan Thorbecke Verlag erschienen ist. Das Buch kann über den Buchhandel bezogen werden.